Ich kam, ich sah und ich bin da 

Es sind immer noch Ferien, bis zum 2.11. und das heißt, dass wir bis dahin nicht in die Schule gehen und somit wieder mal von Montag bis Mittwoch nicht so viel zu tun haben. Klar wir gehen mal raus und spielen mit den Kindern und nachmittags gibt es ab und an Englischstunden, die aber durch die Ferien auch nicht so den Andrang haben. Das kann schon ab und an mal etwas traurig und deprimierend sein. Dann frage ich mich manchmal: Was mache ich hier eigentlich und wie sinnvoll ist es das ich hier bin? 

Klar die ersten drei Monate neigen sich tatsächlich schon fast dem Ende entgegen und somit ist es dann auch etwas frustrierend wenn es wieder so viel zu klären gibt und der Strom an Fragen nie abreist, die es mit unseren Chefs zu klären gibt. Mein Bengalilernen ist soweit auch vorangeschritten. Allerdings ist es so, dass ich zwar sehr viel verstehe, aber selber nicht so gut verstanden werde. Zum einen wird im Bengalischen das rollende R, welches ich noch nicht kann und unter den belustigten und teilweise verwirrten Blicken der Mitarbeiter vor Ort, übe. Darüberhinaus gibt es aber auch noch andere sehr schwere Buchstaben. Deswegen ist die Verständigung besser, aber immer noch ein wenig einseitig und ich wünschte mir manchmal schon besser zu sein. Achja eine interessante Erkenntnis beim Bengali lernen für all die Latein Liebenden und Lernenden da draußen. Bengali ist von einigen grammatischen Strukturen sehr ähnlich zum Latein: Das Pronomen muss nicht unbedingt genutzt werden, weil im Ende des Verbes erkennbar ist, wer gemeint ist. Außerdem gibt es wie im Latein damals 5 verschiedene Verbformen. Und noch einiges anderes. Allerdings stammt Bengali ursprünglich vom Sanskrit ab, welche die Muttersprache Indiens ist. Sanskrit und Latein hatten aber wohl auch mal die selben Ursprünge. 

Ich hoffe einfach, dass mein Bengali mit viel Zähne zusammenbeißen und üben, so gut wird, dass ich tatsächlich auch mal damit hier etwas machen kann. Viele Aspekte sind einfach ohne ein vollkommenes Verständnis der Sprache nicht erschließbar. Morgen ist mal wieder ein freier Tag und vielleicht mache ich mich mal auf der Suche nach einem Yoga Studio. Das was hier auch einfach fehlt ist etwas außerhalb von NOSKK zu machen. 

Außerdem war ich gestern im Zirkus, der gar nicht so anders ist, wie in Deutschland. Allerdings wird eher auf Menge als auf Qualität wertgelegt, das heißt es gab 35 verschiedene Nummern, die alle nur 3-4 Minuten lang waren. Zum Glück gab es nicht viele Tiernummern. Der eine Elefant, der mit zum Zirkus gehörte, schien nicht sonderlich gut behandelt zu werden und ich war froh als die Nummern mit ihm vorbei waren. Ansonsten gab es, das sah sehr abenteuerlich aus, Motorrad fahren in einem Käfig, Papageien, Akrobaten, viel weibliche nakte Haut, Verrenkungen, Jongleure und zwei kleinwüchsige Männer, die als die Witzfiguren da waren. Im Vergleich zu dem Zirkus den ich aus Deutschland kenne, war es weniger schick und dafür natürlich auch deutlich günstiger.

Sport am Abend 

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