Einladungen

Wenn man bei 5 Grad kälter gefragt wird ob einem kalt ist, dann ist klar, dass man nicht in Deutschland ist. 

Es ist wirklich komisch, wenn ich mir vor Augen halte, dass es Mitte Oktober ist, weil sich an den Temperaturen nicht wirklich was geändert hat. Gestern wurden wir zweimal nach Hause eingeladen, einmal zum Mittagessen und einmal zum Abendessen und wurden überhäuft mit Essen. Dabei bin ich auf die Idee gekommen, euch mal zu erzählen, wie so eine Einladung nach Hause hier eigentlich abläuft. Das ist nämlich ganz schön anders als wir es aus Deutschland kennen. Zum einen ist es so, dass eine Einladung häufig sehr spontan ausgesprochen wird. Also eher so, dass wir morgens gefragt werden, ob wir abends Zeit haben. Dann geht es zu den Personen nach Hause und erstmal werden vor dem Haus die Schuhe ausgezogen. Dann geht es rein ins Haus und meist in das schickste Zimmer. Das ist meist eines der Schlafzimmer und dann setzen wir uns auf das Bett. In ganz schicken Häusern gibt es auch manchmal eine Art Empfangsraum, aber das ist hier eher selten. 

Auf dem Bett sitzend kann es dann manchmal sein, dass man nochmal alleine gelassen wird, weil sich die ganzen Frauen im Haus um das Essen kümmern. Das ist dann ab und an etwas ungewöhnlich wenn man da plötzlich alleine sitzt. Dann kommt irgendwer mit Getränken (Sprite oder so ein ultrasüßes Mangogetränk) oder mit etwas süßem. Währenddessen kommen dann häufig alle Frauen, die im Haus wohnen und manchmal noch die Nachbarn dazu und es gibt ein wenig smalltalks und hauptsächlich Fotos, Fotos, Fotos. Die Menschen hier machen sehr viele Fotos und ich weiß nicht wie häufig ich schon fotografiert worden bin. Dann kommt das Essen, häufig auf dem Bett und manchmal selten an einer Art Esstisch. Es gibt immer viel zu viel zu essen. Das merkwürdigste ist aber, dass der Gast immer alleine isst. Das heißt, dass die ganze Familie einem beim Essen zu guckt und sich leider auch nicht dazubewegen lässt mit zuessen. Außerdem wird einem sofort nachgegeben, sobald der Teller unter dem Essen wieder erkennbar ist. Deswegen ist es für mich immer schwer die Grenze zwischen Höfflichkeit und Platzen zu finden. Wir sind momentan ziemlich häufig nach Hause eingeladen und ich glaube, dass wir am Ende des Jahres fast jedes Haus hier in der Nähe von Innen gesehen haben. Das macht auch schon seehr viel Spaß und so lernen wir echt wahnsinnig viele Leute kennen. 
Das Streichen kam hier sehr gut an und morgen werden wir den Kindergarten streichen und wir freuen uns schon sehr. Und ab diese Woche Freitag gehen wir noch in eine andere Schule, die hier fast gegenüber ist. Also sind wir dann von Montag bis Mittwoch in einer Schule und Freitag und Samstags sind wir in einer anderen Schule. Außerdem betreue ich jetzt eine Facebookseite von NOSKK. 


Achja und seht ihr den Schirm auf dem Dach?  Der wurde extra für uns dahin gestellt, damit wir uns tagsüber auf die Dachterrasse setzen können. 


Alles nur für uns! (Und es kam sogar noch mehr) 

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