Zurück in die Schule 

Es gibt eine Neuigkeit, die ich noch gar nicht berichtet habe. Von Montag bis Mittwoch gehen wir jetzt in eine Schule hier in der Nähe und unterrichten vormittags Englisch. Das ganze wurde von NOSKK so organisiert und der Schulleiter fand die Idee sehr gut. Also gibt es jetzt für mich an den drei Tagen je drei Englischstunden am Morgen. Die Englischstunden sind mal in der 5./6. oder 7. Klasse und echt sehr spannend aber auch sehr anstrengend. Eine Klasse kann auch gut mal über 40 Schüler haben und das ist dann schon sehr nervenaufreibend. 

Dadurch, dass es sehr viele DropOuts gibt, dass heißt Schüler_innen die einfach irgendwann gar nicht mehr kommen, werden die Klassen am Anfang des Schuljahres mit 70 Schülern aufgestellt, wovon dann meistens so 30 erscheinen. Es gibt schon eine Schulpflicht, aber die wird nicht so richtig durchgesetzt und so kommt ein Kind einfach nicht zur Schule, wenn zum Beispiel der Onkel zu Besuch ist. 

Allgemein ist es für mich sehr schön dort in die Schule zu gehen und die Kinder freuen sich wahnsinnig, wenn ich ihre Klasse an einem Tag unterrichte. Auch hoffe ich, dass sie etwas von dem Englisch, dass ich ihnen beibringe behalten. Übrigens bekommen sie sonst auch Englischunterricht, aber leider bei Lehrern, die selber nicht wirklich gut in Englisch sind und dann 90% des Unterrichts auf Bengali machen. Dazu kommt noch, dass sie versuchen die Schulbücher durchzuarbeiten, die aber in keinsterweise zu den Schulen und dem Wissen der Schüler passen und viel zu schwer sind. Das hat dann die Folge, dass die Schüler nichtmal die Frage „How old are you?“ verstehen. 

Durch das Malen von Bildern an die Tafel und meinen Bengalikenntnissen kann ich Ihnen zumeist aber verständlich machen, was ich von Ihnen möchte. Außerdem schreibe ich momentan immer Sätze auf, die ich mir dann von Leuten aus NOSKK ins Bengalische übersetzen lasse. Das Schwierigste am lernen der Sprache sind im übrigen nicht die Buchstaben, sondern die Satzstruktur. Wie auch im lateinischen steht das Verb am Ende des Satzes und auch sonst ist die Satzstruktur in keinsterweise wie ich sie erwarten würde. Deswegen fällt es mir sehr schwer Sätze zu bilden. Aber ich bleibe dran und ab und an gibt es auch kleine Erfolgsmomente! 

Morgen ist Donnerstag, also unser freier Tag, den wir nach den ersten drei Tagen Schule auch wirklich dringend nötig haben! Und ein erneuter Aufbruch nach Kolkata steht auf dem Plan. Ich habe erfahren, dass es eine Straße gibt auf der nur Bücher verkauft werden und hoffe unter anderem auf noch eine brauchbare Bengalische Grammatik. Außerdem planen wir Essen zu gehen und das ohne ein Reisgericht zu bestellen. 

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