Essen statt Arbeit 

Die letzten zwei Tage ist einiges passiert: Eine Sache ist ein bisschen schade unser Team der Organisation hatte sich leider nicht so wirklich bevor wir hier angekommen überlegt, was wir genau hier machen werden. Deswegen saßen wir leider viel auch mittags in der letzten Zeit rum. Ich hatte schon häufiger angesprochen, dass ich gerne mehr machen würde, aber es kam keine richtige Rückmeldung. Gestern nach 2/3 Stunden nichts tun, war ich dann so deprimiert, dass ich den Frust ein bisschen deutlicher gezeigt habe. Das scheint jetzt zum Glück ein bisschen Wirkung zu zeigen und sie kümmern sich aktiver darum, dass wir wirklich Leute für den Englischunterricht bekommen. Das ist ohne Hilfe sehr schwierig, weil es a sprachlich schon schwierig ist und es auch kulturell bedingt nicht so einfach ist, besonders die schüchternen Jugendlichen zu motivieren ist geradezu unmöglich, wenn man auch noch aus einem ganz anderen Land kommt. Deswegen brauchen wir zum Aufbau der Englisch Klassen der viel Unterstützung , die wir so noch nicht ganz bekommen haben. Außerdem schienen sie heute echt ein schlechtes Gewissen deswegen zu haben, weswegen wir dann plötzlich die langersehnte Butter und den langersehnten Honig bekommen haben und sonst auch ganz viel zu essen. Das ist zwar nicht so wirklich Arbeit, aber mit Essen bin ich in der Beziehung auch ganz gut bestechlich.

Außerdem sind wir gestern Abend zum Hoogly mit den Rädern gefahren und das war wirklich wunderschön und auch nur 15 Minuten entfernt. Die andere Seite des Hoogly ist schön beleuchtet und es ist wirklich viel los und es gibt wahnsinnig viele Stände mit Eis und anderen Snacks. Auf dem Rückweg hat unser Begleiter uns noch ganz viele Menschen und Orte die ihm wichtig sind gezeigt, was wirklich sehr süß war und auch echt sehr spannend. Wir haben zum Beispiel das Krankenhaus, in dem er auch zum Teil arbeitet, gesehen. Das war schon ganz schön spannend, aber auch etwas beängstigend, weil es hygienisch doch etwas anders ist. 
Und heute das Highlight: ich habe einen Sari !!! Nächste Woche ist hier ein sehr wichtiges muslimisches Fest, das hier IDUZ-ZOHA und deswegen kam die Idee auf Emmy und mir Saris zu kaufen, so dass wir sie zu den Feierlichkeiten tragen können. Dieses Fest heißt übrigens auch Opferfest und es wird leider so sein, dass dafür die Kühe geopfert werden und ich hoffe wirklich, dass ich dem Anblick davon ein bisschen aus dem Weg gehen kann. Ich werde nächste Woche berichten. Die Feiertage sind Dienstag und Mittwoch und da haben wir hier auch komplett frei. Achja den Sari habe ich übrigens nicht selber gebunden sondern mit viel Hilfe von meiner Hausmutter. 

Noch eine sehr geniale Neuigkeit: für ein Volunteering Training, für die indischen freiwilligen die NOSKK gerade in der Vermittlung helfen, fahren Emmy und ich nächstes Wochenende für drei Tage als Meer und können wohl auch vor dem Training schwimmen gehen. Da bin ich schon wahnsinnig gespannt drauf. 

Morgen ist mein erster Sonntag mit Arbeit und ich bin mal gespannt ob wirklich auch Leute für den Sport und Englischunterricht kommen. Aber ich werde morgen Abend auf jeden Fall berichten. 

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