Eine Woche !

Jeden Samstag finden hier Tanz- und Malstunden statt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass das weniger mit NOSKK zu tun hat und sie nur die Räume dafür stellen. Um 15 Uhr war die Tanzstunde: Ungefähr 15 Mädchen nahmen teil, die für den Tanzunterricht auch Geld bezahlen. Zuerst dehnten sie sich und übten verschiedene Haltungen (ähnlich wie im Ballet nur mit den berühmten indischen Handhaltungen). Dann übten die Kinder eingeübte Choreografien, die schon sehr gut aussahen. Ich hoffe, dass ich nächste Woche vielleicht ein bisschen selber mitmachen kann. Direkt im Anschluss kam ein Maler, der Kunst wohl auch studiert hat und ein eigenes Atelier besitzt, der mit ziemlich vielen Kindern gemalt hat. Dabei hat er selber ein Bild gemalt, dass die Kinder dann abgemalt haben. Die Kinder waren sehr interressiert an mir und wollten alle, dass ich ihnen auf ihrem Block eine Unterschrift gebe. Außerdem haben die Kinder aus dem Tanzkurs auch versucht mit mir zu tanzen, was sehr lustig war. Diese Kinder hier waren viel aufgeschlossener als die, die ich sonst draußen gesehen habe.

Bei NOSKK gab es heute Gerichtstermine, aber das habe ich noch nicht so ganz verstanden. Ich weiß nur, dass jeden Samstag ein Anwalt kommt und dass sich hier lebende Menschen innerhalb der Woche zu einem Gerichtsstermin, der am Samstag statt finden wird, anmelden können. Ich weiß aber nicht genau wie das abläuft, weil ich nichts verstehen konnte. Ich weiß nur, dass ganz viel geredet wird, aber zum Beispiel nicht zu welchen Ergebnissen sie kommen und welche Probleme genau besprochen werden.

Bengalisch zu lernen ist schon ziemlich schwer, auch weil es anders als für Spanisch oder Französisch lernen, erschreckend wenig Lernbücher und dergleichen gibt. Es strengt mich schon ziemlich an jeden Tag entschlüsseln zu müssen, was die Mitarbeiter und Kinder hier sagen und was genau passiert.  Darüberhinaus nehme ich mir zwar für jeden Abend vor Bengali zu lernen, aber wenn es dann mal 19:30 Uhr ist, habe ich viel mehr Lust mich mit Freunden, Familie und anderen Freiwilligen auszutauschen, also zu skypen. Das liegt auch daran, weil meine Konversationen hier aufgrund meines fehlenden Bengali Wortschatzes immer sehr ähnlich sind: Ich komme aus Deutschland, habe keine Geschwister (das versetzt die meisten hier in erstaunen), ich bleibe hier für ein Jahr (ja wirklich ein Jahr!) und das war es dann leider schon. Das frustiert mich schon ein bisschen und ich würde gerne schneller in Bengali besser werden.

Morgen früh bin ich genau schon eine Woche her und ich habe das Gefühl sie ist wie im Flug vergangen. In dieser Woche habe ich noch nicht gearbeitet, sondern in die meisten Bereiche von NOSKK reingeschnupert. Ich bin mal gespannt und hoffe, dass ich in der nächsten Woche auch richtig arbeiten werde und Arbeitsbereiche zugewiesen bekomme. Morgen ist hier Wochenende, dass heißt ich bin hier mit meiner Hausmutter alleine. Ich komme dann morgen hoffentlich zum Wäsche waschen (mit der Hand) und zum Bengali lernen. Auch wenn ich hier noch gar nicht so viel mache außer zu gucken, habe ich doch das Gefühl unter der Woche gar nicht so viel Zeit zu haben.  Ich freue mich sehr über das ganze Feedback, dass ich zu meinem Blog bekomme und freue mich jederzeit über alle Arten von Fragen und Anregungen.

Ich mit einem Paket Binden 

              

 Ich schreibe alles in Lautschrift auf und dann bitte ich eine Person es in Bengali daneben zu schreiben. In dem Fall Farben.

  

Die Kinder beim Malunterricht.


Das hat der Mallehrer an die Tafel gemalt, links das für die jüngeren, rechts für die älteren. 

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