Offizielle Begrüßung

Heute gab es meine offzielle Begrüßung. Um 14 Uhr ging es los: 60 hier arbeitende Frauen und Männer trafen in einem Raum ein und ich musste mich vorne an das Rednerpult setzen. Dann wurde ich vorgestellt (natürlich alles in Bengali). Deswegen habe ich immer nur meinen Namen und Germany verstanden. Es wurde eine riesige Sache darauß gemacht, dass ich hier bin. Verschiedene Mitarbeiter redeten über mich und erzählten woher ich komme und auch mein Motivationsschreiben wurde, in Bengali übersetzt, vorgelesen. Das Motivationsschreiben ist der Text, den ich als Bewerbung hierhin geschickt habe.

Nach einigen Reden bekam ich eine Blumenkette, ein Blumengesteck, ein Armband, eine Art edeles Tuch und noch zwei Geschenke überreicht. Das ganze war sehr feierlich und es wurden tausend Bilder vom überreichen und umhängen des Blumenschmuckes gemacht. Als das vorbei war, sollte ich auch ein paar Worte sagen. Ich sagte zwei Sätze auf Bengali: „Amar naam Caterina“ und „Ami Germany theke aschi“und bedankte mich noch auf Englisch. Dann hielten noch einige Menschen Reden darüber wie toll es sei, dass ich hier bin. Im Anschluss gab es eine Open Question Time, das heißt das Microfon würde herum gereicht und jeder durfte mir fragen stellen. Dann übersetze Sadiha die Fragen von Bengali auf Englisch und ich antwortete in Englisch und dann übersetze sie für die Zuhörer wieder zurück ins Bengali.

Am Anfang waren die Fragen sehr einfach: Wer ist deine Familie? Was machst du nach dem Jahr? Wer finanziert das Jahr? und so weiter. Aber dann kamen deutlich schwierigere und auch politische Fragen zu Deutschland: Was ist die Hauptbeschäftigung (Job) der deutschen Männer? – ich habe ‚I don’t know‘ geantwortet; Gibt es Gewalt gegen Frauen? und noch weitere Fragen zu Deutschland.

Ich finde es sehr schwierig darauf richtig zu antworten. Gerade wenn das mit dem Englisch auch nicht unbedingt einfach ist.

Nach den ganzen Gesprächen über mich gab es noch Reden über andere Themen, die das ganze Team betrafen. Aber wie gesagt alles auf Bengali und ich habe somit fast nichts verstanden. Diese ganze Teamsitzung dauert so um die 4 Stunden und es gab keine Pause zwischendurch. Nachdem die letzten Worte gesagt worden, wollten alle mit mir Fotos machen. Außerdem hatten mir die Mitarbeiter hier ein Plakat bedrucken lassen mit „Welcome to NOSKK Caterina Karch Germany“. Das wird auch noch auf Fotos zu sehen sein.

Ich fand zwar die Gastfreundschaft sehr nett, war aber auch etwas überwältigt: Ich bin doch nur ein ganz normaler Mensch aus einem anderen Land und habe noch nicht hier irgendwas gutes getan und trotzdem werde ich behandelt, als wäre ich quasi eine Heilige oder so etwas.

 

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